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Wie alles begann...

 

Am 13. Dezember 1969 fasste der Gemeinderat von Marchtrenk den Beschluss, "für die musikbegeisterte Jugend eine Ausbildungsstätte zu schaffen".

Bereits im Februar 1970 nahm unter der Leitung von Hauptschuldirektor Georg Mesarosch die "Gemeindemusikschule" ihren Betrieb auf.

Dieses Angebot wurde von der Bevölkerung begeistert angenommen - die Schülerzahlen stiegen kontinuierlich an.

Mit Beginn des Schuljahres 1976/77 übernahm Franz Petscher die Leitung der Schule.

Im Jahre 1977 wurde vom oberösterreichischen Landtag, unter Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck, das "Oberösterreichische Landesmusikschulgesetz" beschlossen: es war die Geburtsstunde des "Oberösterreichischen Landesmusikschulwerkes" - bis heute ist dieses Gesetz noch unverändert gültig!

Aufgrund eines Gemeinratbeschlusses vom 14. Februar 1979 wurde auch die Gemeindemusikschule Marchtrenk in das Landesmusikschulwerks übertragen. Die damit verbundenen Maßnahmen wirkten sich in jeder Hinsicht positiv auf die Qualität des Unterrichts aus.

Mit Beginn des Schuljahres 1981/82 übernahm Herr Leo Weber die Leitung der Landesmusikschule Marchtrenk. Damals wurde der Unterricht noch in diversen Räumlichkeiten der örtlichen Regelschulen abgehalten.

 

Als die Gemeinde Marchtrenk 1985 ein neues "Gemeindezentrum" errichtete, wurde daher den wachsenden Schülerzahlen Rechnung getragen und die Landesmusikschule Marchtrenk konnte den gesamten 1. Stock dieses neu errichteten Gebäudes in der Linzer Straße Nr. 43 beziehen. Eine großartige Verbesserung der damaligen Unterrichtssituation für Schüler und Lehrer!

 

Direktor Leo Weber führte die Landesmusikschule 26 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2006.

Als sein Nachfolger, übernahm schließlich Herr Albin Zaininger mit Beginn des Schuljahres 2006/07 die Leitung der Schule. Schon damals - gut 20 Jahre nach Übernahme der neuen Räumlichkeiten - erreichte diese erneut die Grenze ihrer Kapazität. Um daher weiterhin eine angemessene Unterrichtssituation zu ermöglichen, und die Landesmusikschule Marchtrenk besser im Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk zu positionieren, begann Direktor Zaininger schon bald nach seinem Amtsantritt mit den politischen Entscheidungsträgern in Kontakt zu treten.

Seine beharrlichen Bemühungen führten schließlich zum Erfolg: die Stadt Marchtrenk begann, mit großartiger finanzieller Unterstützung des Landes Oberösterreich, im Oktober 2014 mit dem Bau eines neuen Gebäudes. Zusätzlich wurde auch ein neuer, zeitgemäßer Veranstaltungssaal für die Stadt eingeplant.

Nach knapp zweijähriger Bauzeit konnte im Juni 2016 mit großer Freude das neue Gebäude von den Schülern und Lehrern bezogen werden. Der großzügige und ansprechende Bau wurde bereits unmittelbar nach seiner Eröffnung über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und wird seither von vielen musik- und kulturbegeisterten Menschen aus nah und fern besucht.

 

Eine Besonderheit stellt die "Lichtskulptur" an der Fassade dar.

Die Segmente der Linie sind mit der Innenraumbeleuchtung verschiedener Räume verknüpft. Wird in einem Raum das Licht eingeschaltet, leuchtet ein bestimmtes Segment heller. Somit wird mit den, mehr oder weniger hell, leuchtenden Segmenten, die Aktivität im Haus an der Fassade sichtbar.

Im Jahre 2017 erhielt dieses Kunstprojekt den "Deutschen Lichtdesign-Preis". Näheres dazu erfahren Sie auf der Website lichtdesign-preis.de